Können wir bitte aufhören, alles für tot zu erklären?

Facebook ist tot! Werbung ist tot! E-Mail-Marketing ist tot! Was nicht alles in den letzten Jahren so angeblich gestorben und am Ende dann doch wieder auferstanden ist.

Vor kurzem erst kursierte wieder ein solcher Artikel (ich glaube dieses Mal wurde Performance-Marketing für tot erklärt) durch meine Timelines. Mal abgesehen davon, dass solche Titel ja vor allem der Effekt-Hascherei dienen sollen, finde ich den Ansatz auch einfach schlichtweg zu engstirnig.

Anna-Katharina Lohre - Statement

Der häufigste Zusatz: „Zumindest so wie wir es bisher kennen“

Mir ist klar, dass die meisten solcher Titel, kaum wurden sie aufgestellt, spätestens mit dem zweiten Satz des Artikels wieder relativiert werden. Dass man hier grobes Clickbaiting betreibt und der Leser nur auf die eigene Seite gezogen werden soll, ist nur ein kritischer Aspekt, der in diesem Artikel aber nicht weiter eine Rolle spielen soll.

Häufig heißt es im Verlauf des Artikels dann „Disziplin XY ist tot, also zumindest so wie wir sie bisher kannten“. Das an sich ist aber ja eigentlich keinen Artikel wert. Marketing-Disziplinen, Social Media Kanäle, etc. müssen sich ständig verändern. So wie wir als Marketiers es auch tun sollten. In Zeiten von Digitaler Transformation und agilen Prozessen sollte das aber doch wirklich nicht jedes Mal mit einer Todesanzeige für das Vergangene einhergehen.

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